Die rote Zora

 

Meine Ehe lag in den letzten Zügen und das lag nicht daran, dass ich meine Frau nicht mehr mochte. Aber wenn es mit dem Sex nicht klappt und man neben seiner Frau wie ein Mönch lebt wachsen die Probleme ins Unendliche. Unsere Gemeinsamkeiten haben sich wie gesagt auf Kochen, Essen, Trinken und einmal im Jahr auf Wanderferien und eine Woche Skiferien reduziert. Zum Fremdgehen hatte ich ein zu schlechtes Gewissen und ohne litt ich immer  mehr unter sexuellen Entzugserscheinungen und so begann ich halt doch, immer mehr nach fremden Frauen Ausschau zu halten. Besonders meine Nachbarin hat es mir angetan. Lange rote Haare, eine super Figur, da könnte man schon ins Träumen kommen, wenigstens in meiner Situation. Sie ist nicht mehr zwanzig aber sieht sehr gut aus mit ihren vierzig Jahren. Sie hat das alte Häuschen ihrer Grossmutter übernommen und haust seit kurzem allein mit ihren zwei Töchtern und dem Labrador Rüscheli darin. Ihren Mann hat sie, wie sie mir später erzählt, wegen Alkoholproblemen hinausgeworfen, besser gesagt, sie hat ihn zuerst in das Kellergeschoss verbannt und kurze Zeit darauf hat er sich ganz verabschiedet. Katrin schien handwerklich nicht so bewandert wie ich und wenn man dann noch ein altes Haus am Hals hat ist das ein Problem. Ich mache also von Zeit zu Zeit kleinere Reparaturen und helfe ihr so das Häuschen einigermassen in Stand zu halten. Ich überlegte mir krampfhaft, wie ich unseren Kontakt intensivieren könnte und da kam mir die Idee des Jahres. Ich bin ja Hundeliebhaber und so freundete ich mich mit ihrem schwarzen Labrador an und frage sie eines Tages, ob ich nicht ab und zu mit dem Hund spazieren gehen könnte. Da ich nun nur halbtags arbeite sei es mir oft langweilig, was natürlich gelogen war, denn langweilig wurde mir nicht so schnell in meinem Laden. Da Katrin tagsüber bei der Arbeit war wenn sie nicht gerade Nachtdienst hatte und die Kinder lieber Fernsehen schauen als mit dem Hund gassi zu gehen, war sie hoch erfreut ob meinem Angebot und wir waren uns bald einig. Sie gibt mir einen Hausschlüssel und ich ging nun mit meinem neuen Kumpel fast täglich spazieren. Meine Taschen waren immer gut gefüllt mit Hundekuchen. Ein guter Hund, ein guter Meister. Er gehorchte mir aufs Wort wenn er meine Hundekuchen sah oder roch, wie auch immer. Ich brachte ihm bei, wie man Maulwürfe fängt indem man die Löcher frei scharrt und mit der Nase die Luft aus den Löchern saugt bis der Maulwurf auftaucht. Rüscheli begriff das schnell und wurde zu einer hervorragenden Maulwurfjägerin. Da ich aber eine Grundausbildung als Hundebetreuer brauchte ging ich zuerst ein paar mal mit Katrin und dem Hundchen in den Ausgang. Wenn ich so neben ihr her marschierte, sie mit mir sprach und ihre schönen Augen rollt, dann spürte ich förmlich, wie die Luft zwischen uns vor Erotik knisterte. Ich überlege nur noch :“ wie krieg ich sie ins Bett“. Eines Tages verabreden wir uns wieder, in der Langen Erle, einem schönen Wald- und Wandergebiet mit Restaurant und direkt am Rhein gelegen, mit dem Hund spazieren zu gehen und anschliessend Kaffee zu trinken. Nun, es war ein strahlend schöner Tag. Der Hund rannte voraus und wir sprachen über Gott und die Welt. Irgendwie, gegen Ende des Spaziergangs knisterte es wieder so stark zwischen uns, dass ich mich nicht mehr zurückhalten konnte. Ich packte und umarmte Katrin einfach und küsste sie. Es war ein sehr langer Kuss und Katrin sträubte sich nicht im Geringsten. Sie erwiderte den Kuss aufs Heftigste. Als wir wieder zu Atem kamen schauten wir uns  lange an, Katrin lächelte und ich versicherte ihr, wie sehr sie mir gefallen würde. Sie meinte dass auch ich ihr gefalle und das war für mich wiederum der Beginn einer sehr schönen Zeit. Johanna ging ab und zu an Wochenenden zu Besuch zu ihrer Zwillingsschwester nach Tübingen oder Besuchte ihre Mutter in Deutschland. Diese Zeiten nutzte ich dann immer öfter um mit Katrin und ihren beiden Töchtern Laura und Manuela beim Italiener Pizza zu essen oder um einen Ausflug zu machen. Mit Sex war leider immer noch nichts, Katrin meinte, solange ich noch mit Johanna zusammen wohne, läuft da nichts mit uns. Aber wie das so ist, die Grenzen und guten Vorsätze weichten relativ schnell auf und wir vereinbarten, einen HIV-Test zu machen. Wie vermutet waren wir beide kerngesund, ausser wohl im Kopf. Bei der nächsten Gelegenheit, Johanna besuchte gerade einen Kongress für die Firma. So lud mich Katrin mittags zum Kaffee ein und wie ich bald herausfand, waren ihre beiden Töchter bei der Tante zu Besuch. Als ich ihre die Wohnung betrat merkte ich schon, dass etwas Besonderes in der Luft lag. Sie zog mich an der Hand um die Ecke, an der Küche vorbei und schon wir waren im Schlafzimmer. Sie hatte ein grosses Doppelbett und überall brannten Kerzlein. Wir begannen hastig uns gegenseitig auszuziehen. Sie hatte eine hervorragende Figur, wie eine Zwanzigjährige. Die Brüste hingen ein bisschen zu weit herunter aber  bei deren Volumen war das ja kein Wunder. Sie langte mir zwischen die Beine und streichelte mich, ich hörte die Engel singen und kniete mich nieder. Katrin war die unersättlichste Frau, welche mir je begegnet war. Es schien, als würde nie mehr genug bekommen. Endlich, nach dem vierten Orgasmus schien auch sie müde zu sein und wir lagen wie tote Fliegen auf dem Bett. Wir blieben noch eine Weile da liegen, dann kehrten wir wieder ins normale Leben zurück. Das Kaffeetrinken vertagten wir auf einen späteren Zeitpunkt. Da Katrin als Gemeindeschwester oft von zu Hause abwesend war verlotterten die Kinder ein bisschen und ich konnte die fehlende Erziehung auch nicht wirklich ausgleichen. Die ältere Tochter war gut in der Schule aber Laura, die jüngere Tochter war ein Problem. Ich versuchte es mit Nachhilfestunden aber nur mit mässigem Erfolg. Dumm war die Kleine nicht mit ihren vierzehn Jahren aber faul was die Schularbeiten anbelangte und so blieb sie einige Male in der Schule sitzen und wurde sogar zum Sozialfall. Sie trieb sich lieber mit zwielichtigen  Jungs herum, rauchte und trank wie schon ihr Vater und so war es abzusehen dass sie eines Tages schwanger nach Hause kam.

Von nun an traf ich mich mit Katrin wann auch immer wir die Gelegenheit dazu hatten. Glücklich war ich ob dieser Situation aber doch nicht, denn ich war ja immer noch verheiratet und ich konnte mich auch in die Situation meiner Frau ein bisschen hinein versetzen. Kurz gesagt, meine Gefühle fuhren Achterbahn und ich hatte dauernd ein schlechtes Gewissen. Da half wirklich nur noch die Scheidung. In meiner Einfältigkeit hatte ich Johanna wohl zu viel von meiner Nachbarin erzählt und da sie schnell eins und eins zusammenzählen konnte war die Lage geklärt. Das Drama nahm seinen Lauf.